Wie nachhaltig ist Holzbau wirklich?

Holzbau ist deutlich klimafreundlicher als die mineralischen Bauweisen.

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In der gesamten Lebensdauer einer Fassade kann die CO2-Äquivalente durch den Einsatz von Holz über 80% reduziert werden. Diese Zahl stammt aus der Veröffentlichung des Bundesbauministeriums „Forschungsintitaitive Zukunft Bau“  aus dem Jahr 2016. Die Hebelwirkung ist erheblich, da der Bausektor global für ca. 40% der Emissionen verantwortlich ist.

Die Gründe für die enormen Einsparpotentiale in Bezug auf CO2 und Ressourcen sind vielseitig und betreffen die gesamte Wertschöpfungskette. Der Baum wächst und der Rohstoff Holz entsteht, indem CO2 aus der Atmosphäre gebunden wird. Nicht, wie Beton, Stahl und Ziegel, unter enormen Energieeinsatz für die Gewinnung und den Brennvorgang. Die anschließende Bearbeitung von Holz ist wegen der organischen Beschaffenheit relativ energiesparend. Durch den guten Dämmwert der leichten Konstruktion sind die Holz-Wände dünner und verschwenden weniger Material, bei besserem Wirkungsgrad an kalten Wintertagen. Einen eklatanten Anteil bewirkt am Ende – das bedenken die wenigsten –  die Entsorgung. Holzbauteile können leicht stofflich getrennt und anschließend recycelt oder thermisch verwendet werden. Für die gesamte Nutzungszeit bleibt das CO2  im Gebäude gespeichert.

In Deutschland wachsen 13% mehr Holz nach, als verbraucht werden.

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Laut der dritten Bundeswaldinventur verfügt Deutschland mit 3,7 Mrd. m³ über Europas größten Holzvorrat. Dieser steigt jährlich, da wir 13% des Zuwachses nicht nutzen. Aber: es gibt eine naturgesetzte Grenze für den Holzbau. Einige Gründe sprechen allerdings dafür, dass die Potentiale für den Holzbau noch lange nicht erreicht sind:

  1. Durch die sinnvolle Entnahme von Holz ließe sich die Effizienz der Waldbestände in Bezug auf Holzwachstum und CO2-Bindung  deutlich verbessern, da junges Holz schneller wächst.
  2. Der Wohnungsmangel ist ein demografisches Problem, das zeitlich auf circa 2030 begrenzt ist. Somit können die immensen Reserven für diese Herausforderung genutzt werden, ohne den Nachhaltigkeitsgedanken in Frage zu stellen.
  3. Die Ressourcennutzung muss zwangsläufig und Bauweisen-unabhängig durch langfristige Kreisläufe funktionieren, denn auch die Rohstoffe der Massivkonstruktionen gehen zuneige. Erstmals werden Meldungen laut, dass der Bau-Sand international zuneige geht.

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