Växjö: die grünste Stadt Europas

Die lokale Subventionspolitik hat zu einer Verdoppelung der schwedischen Brettsperrholzproduktion geführt.

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Bei wunderschönem Herbstwetter bin ich in Südschweden aus dem Flieger gestiegen. Am Flughafen (wenn man das Rollfeld mit Anbau so bezeichnen darf) hab ich mich irgendwie fehl am Platz gefühlt, nicht nach einer internationalen Konferenz. Auch die Stadt selber ist sehr beschaulich. Die Besonderheit der Stadt wurde mir aber schnell bewusst, durchsetzt von Grünanlagen und Bäumen liegt Växjö direkt in einer wundervollen Seenlandschaft und die Menschen wirken sehr aufgeklärt und freundlich. Erstaunlich progressiv war aber nicht nur das international geprägte Zusammenleben; bei der Besichtigung der „Big 5“ hatte ich den Eindruck, diese Kleinstadt revolutioniert die lokale Bauwirtschaft.

50% der Neubauten werden in Holz errichtet – der Natur und der Menschen zuliebe.

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Treibende Kraft ist die Politik, die sich stolz neben der Linné-Uni auf dem Holz-Forum-Nordic präsentiert. Das kommunale Bauunternehmen errichtet alle Bauten in Holz, zumindest solange es konstruktiv Sinn macht. „Das bewegt natürlich auch die Privatwirtschaft“, berichtet der Bürgermeister, „wir sind begeistert, welchen Einfluss Politik haben kann.“

Technical solutions are there – more business and value chain development is needed!

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Die Präsentationen selber waren sehr sachlich und Zukunfts-weisend. Ich habe die Arbeitsweise und den Umgang als sehr familiär empfunden, das beste Umfeld für aussichtsreiche Businesskontakte. Bei der zusammenfassenden Diskussion am Ende des Forums wurden die Themen resümiert:

-Der Holzbau boomt, daher treibt der Markt die Preise nach oben. Die Kapazitäten werden aber in unvorstellbarer Geschwindigkeit ausgebaut.

-Aus ökologischer Sicht gibt es keine Alternativen: wenn für jedes Gebäude eine Live-Cycle-Analyse (LCA) erstellt würde, wäre der Holzbau unschlagbar günstiger.

-Neue digitale Geschäftsmodelle, wie das mit den Badmodulen, könnten auch auf ganze Gebäude angewendet werden. Das würde die Baukosten erheblich senken.

Die Nachricht meines Vortrags kam also an!

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